Im offenen Käfig angebunden: Vogelweibchen mit vier Babys ausgesetzt

 

Am Sonntag, den 28. Juni 2009, wurde ein Rosenköpfchen mit vier Jungvögeln

in einem kleinen Vogelkäfig ohne Wasser und Futter auf einem Grundstück in Bad Urach, Hirschseeweg 2, ausgesetzt.

 
Die Käfigtür stand offen. Ein Fuß des Rosenköpfchens war mit einer dicken blauen Schnur am Käfiggitter fest gebunden. Das Vogelweibchen hatte vergeblich versucht, sich zu befreien und war inzwischen völlig erschöpft. Zum Glück kamen die Grundstücksbesitzer an diesem Sonntagabend ausnahmsweise vorbei und fanden den verängstigten Vogel gegen 18 Uhr. Sie waren fassungslos über ihren Fund und brachten das Tier sofort zum Notdienst ins Reutlinger Tierheim. Dort stellte die Mitarbeiterin fest, dass sich im Käfig noch ein Nistkasten befand, in dem sich vier weitere, ein- bis zwei Wochen alte Jungvögel aneinander klammerten.

Bei den Vögeln handelt sich um Rosenköpfchen, eine Papageienart aus den afrikanischen Trockengebieten. Der Gesundheitszustand von zwei der vier Jungvögel ist kümmerlich. Sie müssen mit Babybrei zugefüttert werden. Weitere Stunden oder gar die Nacht hätte die Vogelfamilie in dem viel zu kleinen, offenen Käfig ohne Wasser und Nahrung sicher nicht überlebt.
Leider ist dies kein Einzelfall. Immer wieder machen es sich manche Menschen bequem und „entsorgen“ ihr Tier auf diese Weise. Doch Kleintiere und Vögel benötigen eine gehörige Portion Glück, um nicht zur Beute von Wildtieren zu werden, zu erfrieren, zu verhungern oder zu verdursten. Deshalb appellieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims an Besitzer, die mit der Haltung überfordert sind, doch den Mut aufzubringen, ihre einstigen Lieblinge  im Tierheim abzugeben und nicht einfach auszusetzen.
Es wird darauf hingewiesen, dass es sich beim Aussetzen von Tieren um eine Straftat handelt, die mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden kann.
Eventuelle Hinweise nimmt das Tierheim Reutlingen unter der Telefonnummer 07121/14480666 entgegen.

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