Zum Sterben ins Tierheim abgeschoben
 
Der aktuelle Fall eines Abgabehundes machte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reutlinger Tierheims sehr traurig. Vor zwei Tagen wurde ein Hund abgegeben. Begründet wurde dies, er verhalte sich im Haus der Besitzer nicht stubenrein und uriniere des Öfteren ins Kinderzimmer. Als die Hundepflegerin am Tag der Abgabe den Hund sah, wurde ihr schnell klar, dass er sehr krank sein musste. Die frühere Besitzerin räumte sogar ein, dass der Hund beim Fressen Beschwerden habe, oftmals kaum Luft bekomme und spürbare Knoten an der Luftröhre habe. Der arme „Eddi“, wie der schwarz-beige Mischling hieß, wurde gleich am nächsten Tag der Tierheim-Tierärztin vorgestellt. Bei der Untersuchung wurden mehrere Tumore festgestellt, unter denen „Eddi“ sehr litt. An der Milz als auch am Herzen befanden sich bereits Tumore, die Milz war vielfach vergrößert, das Herz schwamm förmlich in einer Wasseransammlung. Eddi konnte nicht mehr geholfen werden, er musste eingeschläfert werden. Traurig dabei ist, dass Eddis Besitzer sich nicht die Mühe machten, mit ihrem Hund im Vorfeld zu einem Tierarzt zu gehen. Wie lange Eddi schon leiden musste, ist nicht bekannt. Seine Besitzer nahmen jedoch billigend in Kauf, dass er kaum Luft bekam und auch sonst Schmerzen haben musste. Ein Tier zu halten, heiß Verantwortung zu übernehmen, bis zu dessen Tod. Ein Abschieben in ein Tierheim zum Sterben ist unverantwortlich und löst bei den Mitarbeiterinnen Unverständnis und Entsetzen aus. Für Eddi gab es keinen anderen Weg mehr, schade, wir hätten ihm gerne eine neue Familie gegönnt, in der er mehr Liebe hätte erfahren dürfen.

Zurück