Geschichten aus dem Tierheimalltag

Hoss kann inzwischen wieder etwas mehr lachen.

Was man hier sieht, ist keine zusammengeknautschte Runzelfalte, sondern unser Hoss. Der Bassettrüde kann inzwischen wieder etwas mehr lachen, doch das war nicht immer so. Als Hoss ins Tierheim kam, wog er 53,3 kg !!! Das bedeutet ein Übergewicht von 20 – 30 kg bei dieser Rasse. Ein wirklich trauriger Anblick. Hoss hatte Probleme beim Laufen, sein Bauch streifte den Boden und seine kurzen Beine hatten Mühe, sein Gewicht zu tragen. Zur Zeit lebt Hoss bei uns als Verwahrhund. Als die Tierheimmitarbeiterinnen den Hund bei einer alleinstehenden Dame abholen mussten, trauten sie ihren Augen kaum. Vor ihnen lag ein Hund, der eher einer Walze glich als seiner ursprünglichen Rasse, die ihn als Bassett Hound ausweisen soll. Durch kontrolliertes Abspecken im Tierheim hat Hoss immerhin schon 6 kg abgenommen. Er fühlt sich sichtlicher wohler und das Laufen bereitet ihm weitaus weniger Probleme als zu Beginn seiner Ankunft. Auch die Spaziergänge werden immer länger. Hoss ist ein total lustiger Kerl, der die Tierpflegerinnen oftmals zum Lachen bringt. Wenn man ihn knuddelt, wirft er sich voller Hingabe auf den Rücken und gibt Töne von sich wie eine heulende Robbe. Leider ist Hoss vom Veterinäramt noch nicht zur Vermittlung freigegeben und so suchen wir für ihn einen Pflegeplatz, in dem er weiter kontrolliert und langsam abnehmen darf. Am besten wäre ein ebenerdiger Eingang, denn Treppen laufen fällt Hoss noch schwer.

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