Mit Flaschenpfand zum Erfolg - Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis: Erster Preis geht nach Baden-Württemberg an das Projekt „Bottles for Life“

Bereits zum siebten Mal wurde der Adolf-Hempel-Jugendtierschutz-preis durch die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes verliehen. Auf der Mitgliederversammlung (8.6.) des Verbandes in Bonn wurden die fünf Preisträger ausgezeichnet. Der mit 1.000 Euro dotierte 1. Preis geht an das Projekt „Bottles for Life“, das von zwei Schülerinnen aus der Nähe von Reutlingen als Pfandbon-Spendensammlung initiiert wurde. Weitere Preise gingen an Projekte in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Vor zwei Jahren starteten die Schülerinnen Alice Degelow und Lena Merkle eine Tierschutzinitiative, nachdem sie in der Schule von Tierquälerei und Tierversuchen gehört hatten. Für ihr Projekt „Bottles for Life“ gewannen sie einen Supermarkt-Projektpartner. Mit kurzen Informationen über ihre Ziele überzeugten sie viele Kunden einen Pfandbon zu spenden. Den Erlös, inzwischen mehr als 1.200 Euro, spendeten die Nachwuchs-Tierschützer an den Tierschutzverein Reutlingen.
In diesem Jahr vergibt die Jury zwei mit jeweils 600 Euro dotierte 2. Preise. Ein zweiter Platz geht an die Jugendgruppe des Vereins Achtung für Tiere aus Gütersloh. Der andere Preis geht an die “Ethikgruppe“ der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule aus Haßfurt in Bayern. Auf den mit 300 Euro dotierten dritten Platz wählte die Jury das Wildkatzenprojekt der Tierschutzjugend Eisenach. Mit einem Sonderpreis wurde ein innovatives Fotoprojekt der Bayerischen Tierschutzjugend ausgezeichnet.
Die Urkunden und Preisgelder wurden den jungen Preisträgern von Anna Lena Hansen, Jugendvertreterin im Deutschen Tierschutzbund, und Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, überreicht. In ihrer Laudatio betonte Hansen, die ungewöhnliche Kreativität, die großartige Ausdauer bei der Projektdurchführung und das herausragende Engagement der jungen Preisträger. Zudem hob sie die Bedeutung der Jugend für die Zukunft des ehrenamtlichen Tierschutzes hervor. Bei der Bewerbung für den begehrten Adolf-Hempel-Tierschutzpreis hatten die jungen Teilnehmer die freie Wahl, auf welche Art und Weise sie ihre eigene Tierschutzarbeit darstellen wollten. Thematisch sollten sich die Arbeiten, Projekte und Dokumentationen mit Tierschutzanliegen aus den Bereichen Heimtierhaltung, Landwirtschaft, Wildtier- und Artenschutz oder Tierversuche beschäftigen.
Benannt ist der Preis nach dem engagierten Tierschützer Adolf Hempel, der der Gemeinde von Neubiberg (bei München) in besonderer Weise verbunden war und durch sein Testament den Grundstock für die Errichtung der Akademie für Tierschutz in Neubiberg legte. Der Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis wird alle zwei Jahre verliehen.
Der Tierschutzverein Reutlingen freut sich sehr für die Preisträgerinnen Alice Degelow und Lena Merkle. „Wir sind sehr stolz auf die beiden“, betonte die Vereinsvorsitzende des Reutlinger Tierschutzverein, Birgit Jahn. „Aus einer kleinen Idee ist etwas Großes entstanden. Was die beiden Mädchen auf die Beine gestellt haben, ist unglaublich,“ so Jahn.
 

Alice Degelow und Lena Merkle nehmen vom Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder (r. im Bild) das Preisgeld in Empfang

 
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