8 Schäferhunde beschlagnahmt
 
Bei einer Beschlagnahmung von 8 Schäferhunden im Kreis Sigmaringen war das Tierheim Reutlingen um Hilfe gebeten worden. Mitarbeiterinnen waren vor Ort und haben 4 der beschlagnahmten Hunde aufgenommen. Nachdem das dortige Veterinäramt schon seit einiger Zeit mit dem Fall beschäftigt war, konnte nun für alle Hunde ein glückliches Ende gefunden werden. 
 
Katastrophale Zustände bot sich dem dortigen Amtstierarzt. Die Schäferhunde lebten in einem ehemaligen Stall und wurden in verschiedenen Zwingern gehalten. Sie fristeten ihr Dasein dort fast im Dunkeln. Ausläufe hatten die Hunde keine. Bereits vor längerer Zeit wurde den Besitzern Auflagen für eine tiergerechte Haltung gemacht. Nachdem dies jedoch keine Wirkung zeigte, beschlagnahmte nun das Veterinäramt die Tiere. Zuvor mussten aber erst Unterbringungsplätze für die acht Schäferhunde gefunden werden, denn sonst wäre dies nicht möglich gewesen. Das zuständige Tierheim Sigmaringen hatte nicht die Kapazität, alle 8 Tiere bei sich aufzunehmen. Deshalb wurde der Hilferuf auf weitere Tierheime ausgebreitet. Das Tierheim Reutlingen war mit zwei Mitarbeiterinnen vor Ort, um vier der beschlagnahmten Hunde bei sich aufzunehmen. Dank der Zusammenarbeit und Mitwirkung der Tierheime Sigmaringen, Reutlingen und Tailfingen konnten die Hunde in ein neues Leben starten. Zusammen mit dem Veterinäramtsdirektor und der Besitzerin wurden die Hunde aus ihren Zwingern geholt.
Zwei der geretteten Hunde in ihren Transportboxen
Dabei sahen die Tierheimmitarbeiterinnen das Ausmaß, in denen die Tiere bisher leben mussten. Die Hunde zeigten deutliche stereotype Verhaltensmuster. Solche Zustände kommen zum Vorschein, wenn die Tiere unter Einsamkeit leiden oder sie nur in ihren reizarmen Zwingern eingesperrt bleiben. Manche der Tiere hatten überlange Krallen, ein Zeichen dafür, dass sie bisher keinen Auslauf gehabt haben. Mit viel Einfühlungsvermögen der Tierpflegerinnen konnten die verängstigten Tiere in die Transportboxen gebracht werden. Im Tierheim angekommen wurden die Hunde, die die Fahrt sehr gut überstanden haben, vorsichtig mit der Box aus dem Auto getragen und in ihre Übergangsunterkünfte gebracht.
Vorsichtig werden die Hunde im Tierheim ausgeladen
Neugierig schauten sie sich in ihrem neuen Zuhause um. Am Abend ließ man die Tiere zur Ruhe kommen und setzte sie keinem weiteren Stress mehr aus.
Neugieriges Erkunden ihres neuen Zuhauses
Bereits einen Tag später tollten die Hunde schon in einem Auslauf und konnten ihr Glück kaum fassen. Völlig übermütig sprangen sie umher und ihre Ängstlichkeit legte sich sehr schnell. Von den Pflegerinnen ließen sie sich bereitwillig anfassen und genossen auch schon sichtlich die ersten Streicheleinheiten. Obwohl sie noch nicht leinenführig sind, wird es nicht allzu lange dauern, bis die Hunde dies gelernt haben.
Einen Tag später genießen die Hunde ihre Ausläufe
Folgende Hunde hat das Tierheim Reutlingen bei sich aufgenommen:
- Anka, 7 jährige Hündin. Zum letzten Mal im Herbst 2009 geworfen,
- Buffy , 9 Monate, Tochter von Anka,
- Niels, 1 ½ Jahre,
- Annie , 7 Jahre.
 
Bei der Hündin „Annie“ wurde eine Lahmheit hinten links sowie überlange Krallen festgestellt. Dies deutet ebenfalls auf ungenügenden Auslauf hin, obwohl die Hündin im Haus der Besitzer wohnen durfte. Alle Tiere werden nun tierärztlich versorgt und betreut. Auch hier wären wir über Spenden oder Patenschaften sehr dankbar, da die Untersuchungen Geld kosten werden. Den früheren Besitzern liegt nun dank des Veterinäramtes ein Tierhaltungsverbot vor.

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