Pressemitteilung vom 10.07.2006
 
Tierheim übernimmt Hunde aus katastrophaler Haltung in Brandenburg
 
Im Rahmen einer bundesweiten Hilfsaktion hat das Reutlinger Tierheim 11 Hunde aus Brandenburg übernommen. Eine Frau hatte dort Tiere gehortet, konnte sie jedoch weder versorgen noch artgerecht unterbringen. Neben einigen Ponys konnten 231 Hunde lebend gerettet werden.
 
Tierschützer aus ganz Deutschland waren empört, als die katastrophalen Zustände in einem ehemaligen "Gnadenhof“ im brandenburgischen Liebenwalde aufgedeckt wurden. Über 240 Hunde lebten dort jahrelang unkontrolliert auf einem uneinsehbaren Gelände, meist sich selbst überlassen, halb verwildert, fast wie in einem Wolfsrudel. Erst nach jahrelangem, mühseligen Drängen seitens der Tierschützer konnte diese Haltung vor kurzem aufgelöst werden und u.a. 231 Hunde lebend gerettet werden.
Der Deutsche Tierschutzbund koordinierte die Vertei-
lung dieser Hunde an seine Mitgliedsvereine im
ganzen Bundesgebiet. So fuhren auch zwei Mitarbei-
ter des Reutlinger Tierheims nach Brandenburg und
übernahmen 11 Hunde aus dieser Haltung.
Es handelt sich dabei um 3 Rüden und 8 Hündinnen
in ganz unterschiedlichem Alter, der jüngste mit 5
Monaten. Die Hunde wurden inzwischen bereits alle
tierärztlich versorgt, geimpft und entwurmt.
Bei allen Tieren sind mehr oder weniger die Husky-
Vorfahren erkennbar. Trotz der widrigen Umstände,
unter denen sie aufwuchsen, sind sie sehr freundlich
und neugierig, in neuen Situationen verständlicher-
weise etwas unsicher. In Haus oder Wohnung zu
leben und auch an der Leine zu laufen, müssen sie
erst noch lernen, was für die intelligenten Hunde
sicher kein allzu großes Problem darstellt.
Mit anderen Hunden sind sie sehr sozial, weshalb
sie sich über Hundegesellschaft immer freuen. Jetzt wird für diese tollen Hunde ein gutes Zuhause gesucht, damit auch dieses traurige Kapitel für die betroffenen Tiere ein Happy-End findet.
 
 

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