50 verwahrloste Zebrafinken im Tierheim abgegeben
 
Mit Tierliebe hatte diese Haltung wahrlich nichts mehr zu tun. Weil der Besitzer von 50 Zebrafinken in eine neue Wohnung ziehen musste, kamen die Tiere ins Tierheim. Sie waren in einer Voliere von gerade mal 1,5 qm² untergebracht. Viel zu eng für so viele Tiere. Die hygienischen Zustände ließen ebenfalls sehr zu wünschen übrig. Der ganze Käfig war verdreckt und verkotet, an den Außenstäben hingen unzählige Nester, in denen etliche Eier zum Bebrüten lagen. Die Tiere konnten sich so ungehindert und unkontrolliert vermehren.

50 Zebrafinken in ihrem stark verdreckten und verkoteten Käfig

Für eine Überforderung mit der Situation hatte der Besitzer keine Einsicht. Er war der Meinung, nur bei ihm hätten es die Tiere am besten. Der Zustand der Tiere und der Haltungsweise belegten jedoch das Gegenteil. Sichtlich geschockt waren die Pfleger, als sie beim Begutachten des Käfigs einen stark verwesten Zebrafinken entdeckten, der zwischen den Brutkörben den Tod fand und nie „entsorgt“ wurde. Bei der Abgabe der Tiere wünschte der Besitzer den Tierpflegern lediglich „Viel Spaß“ bei der Versorgung. Da sich viele der Vögel in einem schlechten Zustand befanden, mussten sie tierärztlich versorgt werden. Erst danach konnten sie in die große Voliere im Vogelhaus des Tierheims untergebracht werden.

Ein verwester Zebrafink zwischen den Brutkörben belegt die schreckliche Haltung der Tiere

Leider gibt es solche Fälle von schlechter Haltung immer wieder. Viele Besitzer sind sich des oftmals schlechten Zustands ihrer Tiere und der nicht artgerechten Unterbringung nicht bewusst bzw. nehmen dies nicht (mehr) wahr. So leiden und vegetieren täglich Tausende von Tieren in verwahrloster und tierwidriger Haltung, ehe sie – jedoch leider nur selten - durch Zufälle wie den obigen gerettet werden können.

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