Landwirtschaftsminister Köberle zu Besuch im Reutlinger Tierheim
 
Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle, der in seiner Funktion auch für den Tierschutz zuständig ist, stattete gemeinsam mit Staatssekretär Dieter Hillebrand dem Reutlinger Tierheim einen Besuch ab, um sich vor Ort über die Belange der Tierheime und des Tierschutzes zu informieren.
 
Es war ein Anliegen von Minister Köberle, sich ein genaues Bild über die täglichen Arbeiten im Tierheim zu machen. Herbert Lawo, Vorsitzender des Tierheims Reutlingen führte die Gäste durch die verschiedenen Räumlichkeiten. Besonders die Samtpfoten hatten es dem Minister angetan. Das liegt wohl daran, dass er selbst eine Katze hält, wie er beim Rundgang verriet.
Sichtlich wohl fühlten sich die Samtpfoten beim hochrangigen Besuch.
Im Regelfall beherbergt das Tierheim Reutlingen 60 bis 90 Katzen. Doch nicht nur bei den Katzen gibt es immer viel zu tun. Auch im Kleintierhaus herrscht akuter Platzmangel. Gründe hierfür gibt es viele. Entweder werden die Tiere aus Kostengründen abgegeben oder es besteht kein Interesse der Halter mehr oder Tiere kommen aus so genannten  „Animal Hoarding“ Fällen, wo Tiere durch falsch verstandene Tierliebe angesammelt wurden. Immer mehr hat das Tierheim auch mit exotischen Tieren zu tun. Herbert Lawo informierte dabei über die Problematiken, die in solchen Fällen immer wieder auftreten. „Grundsätzlich sollte der Handel mit solchen Tieren eingestellt werden“, forderte er.
Das Kleintierhaus und die komplette Tierheimanlage sind durch verschiedene Renovierungen und Baumaßnahmen recht gut in Schuss. „Wir sind hier im oberen Drittel, was die Räumlichkeiten anbelangt. Es gibt sehr viele Tierheime, bei denen es ganz anders aussieht“, betonte Lawo. Davon ließen sich auch Minister Köberle und Staatssekretär Hillebrand überzeugen. Nur die Hundehäuser machen derzeit Sorgen. Die Häuser aus den 60er Jahren weisen inzwischen erhebliche Mängel auf. Die Gebäudesubstanz ist marode und die Heizkosten für die Hundehäuser sind sehr hoch. Eine Sanierung ist inzwischen unumgänglich. Dies wird etliches an Kosten verursachen. Der hochrangige Besuch machte darauf aufmerksam, dass das Land für 2010 und 2011 ein Programm aufgelegt hat, das Zuschüsse zu dringenden Sanierungen und Renovierungen in Tierheimen gewährt. Insgesamt geht es dabei um eine Million Euro. Voraussetzung dabei ist eine Beteiligung der jeweiligen Kommunen mit dem gleichen Betrag. Ein Antrag auf Sanierungszuschuss kann dann gestellt werden, wenn sich die Kommune mit 1/3 der Kostenübernahme daran beteiligt, ein weiteres Drittel schießt dann das Land zu , den Rest der Tierschutzverein. Für die Beteiligung des Landes besteht jedoch eine Deckelung auf 100.000,-€. Auf diese Weise soll eine Mitverantwortung bei Städten und Gemeinden bewirkt werden. Minister Köberle sprach davon, dass Themen wie finanzielle Bewältigung in Tierheimen und deren Entwicklung weiterhin eine Daueraufgabe im Landtag sein werden.
Staatsekretär Dieter Hillebrand, zweite Vorsitzende Tierschutzverein Reutlingen Erika Schwarz, Minister Rudolf Köberle und erster Vorsitzender Tierschutzverein Reutlingen Herbert Lawo (von links) im Tierheim.

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