Hilfe vor dem Hitzetod
 
„Hund in Auto erstickt“. Diese schrecklichen Meldungen erreichen uns immer wieder in der Sommerzeit. Gerade das Auto wird für viele Tiere zur tödlichen Falle. Lässt man den Hund im Auto zurück, kann dies tödlich enden, auch dann, wenn der Wagen im Schatten steht. Zum einen kann sich der Sonnenstand verändern und der Wagen binnen kurzer Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein, zum anderen kann sich ein Wagen auch im Schatten so erwärmen, dass das Tier leidet und ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt. Auch das offene Schiebedach und das einen Spalt breit geöffnete Fenster helfen hier nicht.

Gerade bei der sommerlichen Hitze kann ein aufgeheizter Wagen in der Sonne zu massiven gesundheitlichen Problemen bis hin zum Tod des Tieres führen.

„Passanten, die feststellen, dass ein Tier in einem in der prallen Hitze stehenden Auto zurückgelassen wurde, sollten keine Hemmungen haben, die Polizei zu verständigen oder den Tierschutzverein Reutlingen (Tel.: 07121 – 144 806 60) anzurufen“, appelliert Herbert Lawo, Vorsitzender des Tierschutzvereins Reutlingen.
 
Gerade bei steigenden Temperaturen ist es ganz besonders wichtig, auf die Tiere zu achten. So sollte immer ein Schattenplatz und ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Auch kleinere Heimtiere fallen hochsommerlichen Temperaturen jedes Jahr aufs Neue zum Opfer. Oftmals wird von den Tierhaltern nicht bedacht, dass die Sonne wandert. Stand der Käfig mit dem Kaninchen eben noch im Schatten, kann sich das innerhalb einer Stunde völlig geändert haben. Gleiches gilt auch für Ziervögel auf der Fensterbank. Die Glasscheibe wirkt wie ein Brennglas und steigert die Hitze direkt dahinter ins Unerträgliche. Autos und Käfige werden somit zu Todesfallen.
 
Herbert Lawo rät deshalb eindringlich, Tiere in keinem Fall in der prallen Sonne zurückzulassen. „Verzichten Sie an heißen Tagen lieber ganz darauf, den Hund im Auto mitzunehmen, vor allem wenn er im Wagen warten muss und sei es nur für kurze Zeit“, so sein Appell an die Tierhalter. Für Hundehalter gilt, dass der Spaziergang bevorzugt in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden soll, wenn die Temperaturen gemäßigter sind. Andernfalls können – gerade bei älteren Tieren – Kreislaufprobleme auftreten.

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