Der Tierschutzverein Reutlingen warnt:
Vermehrte Wildunfälle infolge von Zeitumstellung
 
Das Risiko von Wildunfällen ist vor allem im Herbst erhöht, warnt der Tierschutzverein Reutlingen Nach der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit (28.10.) fällt der Berufsverkehr wieder meistens in die Dämmerung. Die Gefahr, dass kreuzende Tiere nicht rasch genug erkannt werden, ist besonders auf Landstraßen erhöht. Zumeist sind es Rehe oder Wildschweine, die Opfer von Wildunfällen werden. Doch auch viele andere Tiere wie frei laufende Katzen, Igel, Marder sowie Sing- und Greifvögel sind gefährdet. Über 200.000 Rehe und bis zu 25.000 Wildschweine sterben jedes Jahr im Straßenverkehr. Um Schaden von Mensch
und Tier zu vermeiden, ist vor allem eine vorsichtige Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit notwendig.
 
„Der Autofahrer hat es in der Hand, durch rücksichtsvolles Fahrverhalten diese erschreckende Zahl von Tieropfern zu reduzieren und die eigene Sicherheit zu erhöhen“, mahnt Birgit Jahn, Vorsitzende des Tierschutzvereins Reutlingen.
„Gerade zur Herbstzeit und grundsätzlich in Wildwechselzonen sollte die Geschwindigkeit vor allem in Waldgebieten und auf Landstrassen auf 60 bis maximal 80 Stundenkilometer reduziert und ein ausreichender Sicherheitsabstand zum nächsten Fahrzeug eingehalten werden. Nur so hat der Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen, zu hupen und das Licht abzublenden, damit das Tier einen Fluchtweg finden kann“, so Jahn.
 
Leider übersehen oder ignorieren Autofahrer häufig die Warnschilder am Straßenrand und fahren in Waldgebieten zu schnell. Besondere Aufmerksamkeit ist vor allem in den Herbstmonaten gefordert, in denen sich Wildtiere aufgrund abgeernteter Flächen neue Futterplätze suchen müssen und es vermehrt zu Wildwechsel kommt. In dieser Zeit passieren statistisch gesehen doppelt so viele Wildunfälle wie in den anderen Monaten des Jahres. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall, ist es die ethische und gesetzliche Verpflichtung eines Fahrzeugführers, sich um ein angefahrenes Tier zu kümmern und die Polizei
vor Ort zu informieren. Es besteht die gesetzliche Verpflichtung, bei einem Wildschaden noch vor Ort die Polizei zu informieren. Aber auch eine Person, die den Unfall nicht selbst verursacht hat, sollte nicht wegschauen, sondern handeln.

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