Schüler zeigen ihr Herz für Tiere

 

So macht soziale Praxis Spaß: 13 junge Leute vom Gymnasium im Bildungszentrum Nord informierten sich erst über die Arbeit der Tierschützer und legten dann selbst Hand an die Leine.

 

Lara Sautter ist begeistert. „So einen hab ich mir immer gewünscht“, sagt die 17-jährige Schülerin. Gemeint ist Erin, der achtjährige Schäferhund-Mischling, der sie erwartungsvoll anschaut und sich auf’s Gassi gehen freut. Beide begegnen sich zum ersten Mal. Der Grund: Lara Sautter ist eine „Sozi“, das heißt sie engagiert sich im Sozialausschuss der Schülermitverantwortung ihrer Schule, das Gymnasium im Bildungszentrum Nord (BZN) in Reutlingen. Insgesamt zehn Schülerinnen und drei Schüler des Sozialausschusses informieren sich an diesem Nachmittag über die Arbeit der Tierschützer auf dem Gelände des Reutlinger Tierheims in Sondelfingen.

„Die Begeisterung für Tiere ist besonders groß“, weiß auch Annegret Klose. Sie ist Schülerin der zwölften Klasse des BZN-Gymnasiums und leitet zusammen mit zwei Schülern aus ihrer Klasse den Sozialausschuss der SMV. „Viele Tiere werden abgegeben oder einfach ausgesetzt“, sagt die 18-jährige Schülerin, „deshalb ist es gut, dass es ein Tierheim gibt.“ Die „Sozis“ im Alter von 13 bis 18 Jahren möchten sich sozial engagieren und haben verschiedene Projekte geplant, so auch diesen Besuch im Reutlinger Tierheim. „Manchmal wird unter Jugendlichen das Bild vermittelt, dass es "uncool" sei, sozial tätig zu sein. Doch durch unsere vielen Mitglieder können wir das widerlegen“, meint Annegret Klose. Mit ihrem Engagement zeigen sie, dass Jugendliche heutzutage durchaus soziales Bewusstsein und Interesse haben.

Interessant fanden die 13 „Sozis“ auch die Führung durch das Tierheim mit Mitarbeiterin Nina Herzog, dabei vor allem den Besuch im Vogelhaus. Nymphensittich „Joseph“ zeigte sich zutraulich, und ließ es sich nicht nehmen, von Finger zu Finger zu wandern. „Manche Vögel, die zu uns kommen, müssen das Fliegen erst wieder lernen“, erzählt Nina Herzog. Von der Tierpflegerin erfuhren die Gäste viel Wissenswertes über die Haltung von Vögeln, aber auch Kleintieren wie Rennmäuse, Farbratten, Kaninchen und Chinchillas.

Die Führung endet im weitläufigen Hundebereich. Dort warten bereits die Hunde Erin, Picco, Hillary und Luana sehnsüchtig und laut bellend auf die jungen Zweibeiner, die mit ihnen Gassi gehen wollen. „Erin war voll o.k., obwohl er mich kaum kennt“, sagt Lara Sautter, nachdem sie den Schäferhund-Mischling wieder abgeben hatte, und strahlt dabei übers ganze Gesicht.

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