Als neue und alte Vereinsvorsitzende wurde mit deutlicher Mehrheit Christl Nossek-Lausecker wiedergewählt, die das Tierheim seit vielen Jahren kennt und bereits vor 30 Jahren beim ehrenamtlichen Sonntagsdienst mitgeholfen hat. Ebenfalls mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt wurde Alexandra Bailer, die nun die Funktion der Schriftführerin im Vorstand übernehmen wird da Sabine Klein vor knapp zwei Jahren das Amt aufgrund eines beruflichen Wechsels aufgeben musste. Alexander Elfes stand für den Posten des Schatzmeisters nicht mehr zur Verfügung. Sina Hoch wurde zur neuen Schatzmeisterin gewählt. Den Posten der Fachbeisitzerin hat nun Hundepflegerin Nina Herzog inne, die ebenfalls mit deutlicher Mehrheit gewählt wurde. Jacqueline Stoll wurde als zweite Vorsitzende eindeutig für eine weitere Amtszeit bestätigt.
Bei der Mitgliederversammlung im Tierheim berichtete Nossek-Lausecker über die Tierschutzarbeit und der Corona Problematik der vergangenen drei Jahre. Vieles hatte sich geändert. Pandemiebedingt mussten sich der Verein und auch die Mitarbeiter einige Änderungen in Kauf nehmen. Es wurde anfangs in zwei Schichten gearbeitet umso etwaige Infektionsrisiken zu minimieren. Erstmalig in der Vereinsgeschichte konnten keine Tierheimfeste mehr stattfinden, was ein finanzieller Verlust für das Tierheim bedeutete. Aber es gab auch erfreuliche Nachrichten. Die Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger war vor allem in der Pandemiezeit groß und damit konnten einige finanzielle Hürden überwunden werden.
Einige markanten Passagen gab es aufzuzählen, etwa der Einbruch der im Sommer 2020 für Furore sorgte und mehrere Tierheime in der Region und darüber hinaus betraf. Glücklicherweise war der Schaden gering, dennoch war es an der Zeit ein Sicherheitskonzept zu überdenken, auch im Hinblick auf Tierheimhund „Betou“, der Anfang des Jahres aus einem Auslauf gestohlen und erst Tage später wieder aufgetaucht ist. Happy End für ihn – durch diese Publicity hatte er ein endgültiges Zuhause gefunden. Viele Tierschicksale gab es zu berichten, auch von erst 1-2 Tage alten Jungkätzchen, die im vergangenen Jahr zuhauf gefunden wurden und von Tierheimmitarbeiterinnen 24/7 betreut und mit der Flasche großgezogen werden mussten. Kaninchen, die in einem Karton am Uracher Wasserfall ausgesetzt wurden und Katzen, die gefunden und nicht immer ihren Besitzern zugeordnet werden konnten.
Die Zahl der abgegebenen Kleintiere ist im vergangenen Jahr ebenfalls angestiegen was die Zahl der unüberlegten Anschaffungen vor oder während Corona vermuten lässt. Aber auch Hunde die als Welpe zur Pandemiezeit angeschafft und nun wegen Überforderung abgegeben werden lässt einen Anstieg in den kommenden Monaten befürchten.
Ganz besonders stolz ist man auf die Zwingerpatenschaften für die neuen Hundehäuser, die die damalige Vereinsvorsitzende, Birgit Jahn, ins Leben gerufen hat. Sieben Jahre später ist es geschafft. Alle 28 Hundezwinger haben eine Zwingerpatenschaft. Ein neues Projekt sollen nun die Hundeausläufe werden, für die dann eine Art „Wiesenpatenschaft“ übernommen werden kann. Eine größere Aufgabe in der kommenden Amtszeit wird vor allem der Bau des neuen Schildkrötengeheges sein. Auch der Sicherheits- und Brandschutzaspekt unter der Führung von Jacqueline Stoll hatte schon einiges an ehrenamtlicher Zeit verschlungen und wird dann auf einem aktuellen Stand sein.
Christl Nossek-Lausecker dankte allen MitarbeiterInnen, Ehrenamtlichen, Vorstandsmitgliedern, Freunden und Gönnern für die konstruktive Zusammenarbeit und freut sich mit ihren Vorstandskolleginnen auf die Aufgaben der nächsten zwei Jahre.
(Foto: Der neu und alt gewählte Vorstand des Reutlinger Tierschutzvereins u.U.e.V. Sina Hoch Schatzmeisterin, Jacqueline Stoll zweite Vorsitzende, Christl Nossek-Lausecker erste Vorsitzende, Alexandra Bailer Schriftührerin, Nina Herzog Fachbeisitzerin (v.l.n.r.)