Gekippte Fenster können für Katzen zur tödlichen Falle werden. Das Tierheim Reutlingen warnt vor der unterschätzten Gefahr und gibt Tipps, wie sich Unfälle vermeiden lassen.
In Reutlingen hat die Feuerwehr vergangene Woche eine tote Katze aus einem gekippten Fenster geborgen. Das Tier wollte offenbar durch das gekippte Fenster eines leerstehenden Hauses klettern. Dabei rutschte die Katze in den engen Spalt, klemmte sich ein und starb. Auf Instagram schildert das Tierheim den Fall und warnt vor der unterschätzten Gefahr.
„Kippfensterkatze“ in Reutlingen ist kein Einzelfall
Solche Unfälle passieren nach Angaben des Tierheims immer wieder. Deshalb gibt es auch einen Begriff dafür: „Kippfensterkatze“. Tierschützer verwenden ihn, wenn ein Tier im schmalen Spalt eines gekippten Fensters hängen bleibt und sich schwer verletzt oder stirbt. Viele Halterinnen und Halter kennen die Gefahr nicht oder unterschätzen sie.
Besonders gefährdet sind nach Angaben des Tierheims Katzen in der Eingewöhnungszeit oder Tiere, die ausschließlich in der Wohnung leben. Sie erkunden ihre Umgebung neugierig und versuchen, durch den scheinbar offenen Spalt ins Freie zu gelangen. Dabei können sie in den schmal zulaufenden Fensterschlitz geraten und sich nicht mehr selbst befreien. Laut Tierheim kommt es dabei häufig zu schweren Quetschungen von Knochen und Organen, die im schlimmsten Fall tödlich enden.
„Regelmäßig sehen wir in überraschte Gesichter, wenn wir darauf hinweisen, dass Kippfenster eine Gefahr darstellen“. – Tierheim Reutlingen auf Instagram
Tierheim: Viele Katzenbesitzer unterschätzen die Gefahr
Das Tierheim Reutlingen rät deshalb, Kippfenster grundsätzlich zu sichern – zum Beispiel mit speziellen Schutzgittern, die den Spalt abdecken. In der Eingewöhnungszeit sollten Kippfenster möglichst gar nicht oder nur unter Aufsicht geöffnet werden. Wer länger lüften will, kann das Fenster ganz öffnen und die Katze für diese Zeit aus dem Raum nehmen oder in einen sicheren Bereich bringen.
(https://1.ard.de/kippfenster-todesfalle-fuer-katzen, SWR Aktuell, 28.10.2026)